Heißluftfritteusen(Airfryer) im Test: Knusprige Pommes ohne Fettbad?

Heißluftfritteusen im Test – Fettfreie Pommes genießen

Heißluftfritteusen im Test: Knusprige Pommes ohne Fettbad?

Heißluftfritteusen – oder neudeutsch Airfryer – haben in den letzten Jahren die Küchen erobert. Das Versprechen klingt verlockend: knusprige Pommes, saftiges Hähnchen und schnelle Brötchen, alles fast ohne Fett und deutlich energiesparender als im Backofen. Doch halten die Geräte, was sie versprechen? Die Stiftung Warentest hat 20 Modelle zwischen 79 und 359 Euro genau unter die Lupe genommen.

Die Testsieger: Vier Modelle teilen sich die Spitze

Das erfreuliche Ergebnis vorweg: Sechs der zwanzig getesteten Geräte schnitten mit der Note „gut“ ab. Vier Modelle teilen sich sogar den Testsieg. Bei den Geräten mit einem Garraum überzeugen die Cosori CP158-AF (etwa 103 Euro), die Ninja AF180DE (circa 116 Euro) und die Gourmetmaxx 13606 (rund 120 Euro). Bei den Modellen mit zwei Garräumen siegt die Cosori CAF-R901-AEU für etwa 177 Euro.

Besonders interessant: Das günstigste gute Gerät im Test ist die Russell Hobbs Satisfry Air für nur 94 Euro – ein echter Preistipp für alle, die nicht zu viel ausgeben möchten.

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Heißluftfritteusen (Airfryer) im Test: Knusprige Pommes ohne Fettbad?

Wie funktionieren Heißluftfritteusen eigentlich?

Streng genommen frittieren Airfryer gar nicht. Statt eines Ölbads nutzen sie heiße Umluft. Eine Heizspule erhitzt den Garraum, während ein Ventilator die Luft verwirbelt und für gleichmäßige Hitzeverteilung sorgt. Das Resultat: knusprige Speisen mit deutlich weniger Fett als beim klassischen Frittieren.

Der große Pommes-Test: Nicht alle überzeugen

Pommes frites waren die Königsdisziplin im Test – und hier zeigten sich die größten Unterschiede. Besonders gut schnitten die backofenartigen Modelle von Gourmetmaxx, Koenic und Silvercrest ab. Ihr Geheimnis: ein rotierender Drahtkorb, in dem die Kartoffelstäbchen von allen Seiten gleichmäßig gebräunt werden.

Das Problem mit großen Portionen

Hier wird es kritisch: Viele Geräte kamen mit größeren Mengen nicht zurecht. Während kleine Portionen meist gut gelangen, zeigten sich bei großen Mengen teils erhebliche Schwächen. Die Grundig Fry beispielsweise versagte komplett – die Pommes waren unten labberig und oben verbrannt. Auch die Caso Design und die Rommelsbacher fielen mit großen Portionen durch.

Interessant ist der Vergleich: Die teuerste Fritteuse im Test, die Philips HD9880 für 359 Euro, macht zwar gute Pommes aus der Schublade, aber auch hier gilt – das Preisschild garantiert nicht automatisch das beste Ergebnis.

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Hähnchen, Gemüse und Brötchen: Die Vielseitigkeit im Check

Bei Hähnchenkeulen gab es erfreuliche Nachrichten: Alle Geräte garten das Geflügel durch, bräunten es appetitlich und erhitzten es auf über 85 Grad im Kern – wichtig zur Abtötung von Krankheitserregern.

Beim Grillgemüse hatte die Gourmetmaxx die Nase vorn, die Champignons, Paprika, Zwiebeln und Zucchini gleichmäßig auf dem Rost garte. Viele andere Modelle produzierten hier Mittelmaß: oben gut gegrillt, unten zu wenig Biss.

Aufbackbrötchen: Eine echte Herausforderung

Überraschend schwer taten sich die meisten Geräte mit simplen Aufbackbrötchen. Nur die Russell Hobbs schaffte ein „sehr gut“, Cosori und Ninja waren gut. Bei vielen anderen blieb die Unterseite zu hell, während die Oberseite bereits dunkel wurde. Der Tipp aus der Praxis: Brötchen nach der Hälfte der Garzeit wenden – dann werden sie gleichmäßiger.

Zwei Garräume: Praktisch für die Familie

Fünf Geräte im Test verfügen über zwei separate Schubladen mit getrennten Heizspiralen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man kann zwei verschiedene Speisen gleichzeitig zubereiten – etwa Hähnchenkeulen und Pommes. Die Synchronfunktion sorgt dafür, dass beide Gerichte zur selben Zeit fertig sind. Im Test funktionierte das problemlos.

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Stromverbrauch: Deutlich sparsamer als der Backofen

Ein klarer Pluspunkt für Heißluftfritteusen ist ihr Energieverbrauch. Im Vergleich zum Backofen sind sie deutlich effizienter. Für ein Kilo gegarte Pommes benötigen die Geräte durchschnittlich 30 Minuten und Strom für 31 Cent. Ein Backofen braucht für die gleiche Menge 90 Minuten und verursacht Kosten von 76 Cent – dreimal so viel Zeit und mehr als doppelt so hohe Stromkosten.

Allerdings gibt es auch hier Unterschiede: Die backofenartigen Modelle sind weniger effizient als die Schubladengeräte. Die Jahresstromkosten bewegen sich zwischen 23 und 51 Euro.

Handhabung: Meist einfach und intuitiv

Die meisten Geräte lassen sich unkompliziert bedienen. Viele haben Touch-Displays mit voreingestellten Automatikprogrammen für Pommes, Geflügel oder Gemüse. Temperatur und Garzeit können individuell angepasst werden.

Ein Punkt zur Beachtung: Die Reinigung ist nicht bei allen Modellen gleich einfach. Damit sich Fett nicht einbrennt, sollten die Garbehälter nach jeder Nutzung gesäubert werden – bei vielen Geräten geht das zum Glück im Geschirrspüler.

Noch ein praktischer Hinweis: Heißluftfritteusen sind teilweise recht groß und schwer (bis zu zehn Kilo). Man sollte sich vor dem Kauf überlegen, wo das Gerät stehen soll.

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Heißluftfritteusen (Airfryer) im Test: Knusprige Pommes ohne Fettbad?

Mein persönliches Fazit

Wir selbst besitzen die Heißluftfritteuse Airfryer Combi 7000 Serie XXL – 8,3 l (2 kg) von Phillips und sind mit der sehr zufrieden. Man kann damit auch bis zu 1,5Kg Pommes frittieren, was aber ca. 20 – 20 Minuten dauert und Aufbackbrötchen sind überhaupt kein Problem. Allerdings ist dieses Model auch im höherpreisigen Bereich angesiedelt, aber es lohnt ich.

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Heißluftfritteusen sind definitiv mehr als nur ein Trend. Sie können den Backofen bei kleineren Portionen wirklich ersetzen und sparen dabei Zeit und Energie. Besonders beeindruckt hat mich, dass gute Geräte schon unter 100 Euro zu haben sind – man muss nicht das teuerste Modell kaufen.

Allerdings sollte man realistische Erwartungen haben: Heißluftpommes schmecken anders als klassisch frittierte – sie sind trockener, dafür aber deutlich fettärmer. Und wer regelmäßig große Portionen für die ganze Familie zubereiten möchte, sollte genau hinschauen: Nicht jedes Gerät kommt damit zurecht.

Meine Empfehlung: Für Singles und Paare ist eine Heißluftfritteuse eine hervorragende Anschaffung. Familien sollten entweder zu den Modellen mit zwei Garräumen oder zu den backofenartigen Geräten mit Drehkorb greifen – auch wenn diese etwas mehr Strom verbrauchen.

Am Ende ist es wie bei vielen Küchengeräten: Die perfekte Heißluftfritteuse gibt es nicht. Aber für fast jeden gibt es das passende Modell – man muss nur wissen, wofür man es hauptsächlich nutzen möchte.


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Hinweis: Die Testergebnisse basieren auf dem Heißluftfritteusen-Test der Stiftung Warentest aus der Ausgabe 1/2025. Preise und Verfügbarkeiten können sich ändern.

Letzte Aktualisierung am 17.02.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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